Der Kanzler und seine falsche Agenda: Merz hat weitaus mehr als nur ein Kommunikationsproblem
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Jo, Katholikentag sollte für einen CDUler Heimspiel sein. Solange irgendwo christliche Werte erkennbar sind, könnte er das maximal schlecht kommunizieren und die wären trotzdem gewillt, das richtig auszulegen.
Mit der Merzschen Politik würde man eine zweite Maria aber abschieben anstatt sie aufzunehmen. Das läuft so offensichtlich gegen die Kernbotschaften des Christentums. Also wenn es ein Kommunikationsproblem gibt, dann dass diese Kernbotschaften bei Merz nicht angekommen sind.
@Ephera
Merz als Herodes der Neuzeit ("Schieben Sie Maria und ihren kleinen Pascha umgehend ab!")?
Das ist vielleicht dann doch etwas zu viel der Ehre; Epochales fällt mir jedenfalls an Merz nicht auf.
@diesisteinusername
Wo 31,8 Milliarden Euro? .__.
Klar… “Seine Botschaft”. Nicht etwa die der gesamten C*U… In einer Zeit in der mehr als die Hälfte der Deutschen diesen Mist wählem will, oder stattdessen das selbe in noch korrupter mit noch mehr Keifen rechtspopulistischer Lügenmärchen. Man könnte meinen, dass die Medien -also zumindest die, die nicht schon im völligen Wahn begeistert am Faschismus mitarbeiten- irgendwann doch mal das Maul aufmachen müssten, um ganz klar zu sagen, “Der deutsche Wähler macht dieses Land durch seine Entscheidungen kaputt, während er dann über die Konsequenzen heult”. Aber nein, wir tun weiterhin so als wäre das zufällig das Problem einer (oder weniger) Einzelperson(en). Bei der nächsten Wahl von genau der selben Scheiße wird sie sicher nicht mehr stinken.
Und an der Stelle hätte man, ob der selbst gestellten Vorlage, natürlich anmerken können, dass das eben nur die konservative Vorstellung ist, während die Realität zeigt, dass kurzfristiges Starren auf nackte Zahlen eben nicht zum Erfolg führt, die Wirtschaft nicht nur an der Börse stattfindet, sondern eine wohlhabende Bevölkerung durch ihren Konsum in der Tat Wirtschaftswachstum hervorbringt.
Aber man ist ja bei der achso linken Taz, die heutzutage wirklich jedes rechte Narrativ als Fakt nachplappert. Und so biegt man direkt mal völlig falsch ab, und tut so, als müste man einfach nur auf Wirtschaft verzichten und stattdessen etwas für die Bevölkerung tun. Und genau wie die verdummte Hälfte der Wähler, wird dann sicher hinterher geweint, warum, “Wir müssen uns nur gegen Wohlstand entscheiden und mehr dafür tun, dass es uns gut geht” hirnverbrannt ist und niemanden überzeugt.
Ich versteh deinen Kommentar nicht. Direkt nach deinem Zitat geht es weiter mit:
Inwiefern plappern sie da denn rechte Narrative nach?
Nein, das ist nicht die Alternative. Das ist, “Ich akzeptiere das rechte Märchen von mehr Arbeit und Verzicht (für euch Pack, aber nicht für uns, die Elite) [aber den stillen Teil sagen sie meist noch nicht laut…] als Weg zu Wirtschaftswachstum. Also (a) Volkswirtschaft auch nicht verstanden, aber dann (b) brav das -selber zuvor noch korrekt als konservative Vorstellung identifiierte- schiefe Wirtschaftsbild akzeptieren.
Kleiner Denkanstoss: Deutschland hat ab den 1950ern nicht durch harte Ausbeutung und Steuererleichterungen für Ultrareiche eine Wirtschaft, einen Sozialstaat, Infrastruktur, ja letztendlich ein ganzes Land wieder aufgebaut. Das ist ledigleich der neoliberale Wahn alá Reagan, Mulroney, Thatcher, Mitterand, Kohl (und wie sie alle heißen), der seit mehreren Jahrzehnten das System kaputt macht. Und langsam erreichen wir die Grenze dessen, was an Volksverarmung, Sozial- und Infrastrukturabbau zugunsten der oben 0,X Prozent noch machbar ist. Weshalb ja auch gerade überall fleißig auf Volksverdummung gesetzt und gen Faschismus marschiert wird, um das noch weiter aufrechtzuerhalten.
einer der wenigen taz.de artikel die wirklich lesenswert sind. meistens sind das eher ideologisch aufgeladene propaganda-artikel, diesmal aber bodenständig und klar.
der artikel macht vieles richtig. er geht von ganz einfachen grundannahmen aus - nämlich dass die meisten menschen wirklich einfach nur ihre eigenen lebensbedingungen verbessern wollen, nämlich mehr freizeit haben und wenn’s geht ein ausreichendes einkommen. und er benennt auch ganz klar, dass “der wohlstand” (des landes) eben nicht der wohlstand des einzelnen ist, nämlich der wähler:in, und dass daher diese begriffe dekonstruiert werden müssen.
Es ist auch interessant dass der Artikel das anspricht. Wenn man wirklich schaut, wo wir heute wachstumstreiber finden, nämlich im bereich der erneuerbaren energie, dann sehen wir dass da vor allem zwei technologien zu nennen sind: solarzellen und windräder. und eben genau diese beiden haben in den letzten 20 jahren massive (!) subventionen erhalten damit sie heute da sind wo sie sind. in anderen worten: eine abkehr vom freien markt (auf der unternehmen lediglich nach kurzfristigem gewinn entscheiden) ist notwendig wenn wir weitreichende und zukunftsträchtige wirtschaft betreiben wollen. eben genau darum braucht es so etwas wie einen plan in der deutschen wirtschaftspolitik (man könnte sogar von einer plan wirtschaft) sprechen um die wichtigsten schlüsseltechnologien der zukunft zu fördern. der markt allein wird das nicht regeln.
ich denke, die wichtigste lektion, die die CDU zu lernen hat, ist dass der markt das nicht mehr regeln wird und dass höhere planung in der staatswirtschaft notwendig und sinnvoll werden.
Das Problem ist, dass der Markt ja wirklich regelt. Und zwar Bestechungsgelder, Aufsichtsratsposten usw. für “konservative”, “liberale” und “sozialdemokratische” Politiker. Da können linke Organisationen oder Einzelpersonen schwer gegen ankommen.
Bloß nicht noch mehr Kohle von uns allen in irgendwelche Flug Taxis. Da sollten der Staat sich raushalten und froh sein, dass China billiger Solar Panels baut als wir es je konnten.